Folgende, sehr interessante Information habe ich letztens bei MiGri entdeckt:

Ich wurde heute auf eine Frage im Mantelbogen der Steuererklärung hingewiesen:
„Unterhalten Sie nachhaltige Geschäftsbeziehungen zu Finanzinstituten im Ausland?“

Fast jeder von Euch wird das ebenso wie ich beantwortet haben: Mit einem Grinsen, den Gedanken an Steuerhinterzieher und Nummernkonten und natürlich mit „Nein“.

Wieviele von Euch haben eigentlich einen Paypal-Account?
Wieso ich hier diese Frage stelle?
Ich zitiere hier mal Wikipedia:
„PayPal hat von der luxemburgischen Bankbehörde eine Banklizenz für Europa erhalten und wechselte zum 2. Juli 2007 seinen eigenen Status zu einer Bank.“

Upps? Paypal ist also eine Bank mit Sitz im Luxemburg? Das dürfte wohl die unter „Finanzinstitut im Ausland“ subsumierbar sein.

Bleibt die Frage nach einer „nachhaltigen Geschäftsbeziehung“.
Wer einen Account bei Paypal hat, hat wohl eine Geschäftsbeziehung zu Paypal.
„Nachhaltig“ heißt hier, dass die Geschäftsbeziehung auf Dauer ausgerichtet sein muss (laut Steuerberaterin Marlies Zerban, Mainz).
Das dürfte wohl in den meisten Fällen ebenfalls bei Paypal-Accounts vorliegen

Wenn Ihr also die Frage im Mantelbogen mit „Nein“ beantwortet habt, obwohl Ihr einen Account bei Paypal habt, dürfte Euch vielleicht die Frage interessieren, ob die versehentliche Falschangabe verfolgt wird.
Diese Frage kann wohl nur ein Rechtsanwalt oder Steuerberater beantworten. Vorschriften dazu findet man auch in der Abgabenordnung (§§ 370 ff. AO).

Ein Kommentar

  1. 1

    Ich hab meine Steuerklärung letztens mit der Steuerkiste gemacht. Hab einfach die Kiste bestellt, meine Belege rein und den Rest macht der Steuerberater. Hat mich gerade mal knapp 150 Euro gekostet und Schwupps hab ich nix mehr mit der Steuerkiste zu tun. Und mit der Paypal-Problematik kann der sich auch direkt auseinander setzen, die Anbieter der Steuerkiste sind nämlich auch Anwälte. 😉

Was denkst du?


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