Ab und zu – insbesondere, wenn man Windows und Linux in der falschen Reihenfolge installiert – passiert es, dass der im Master-Boot-Record (MBR) installierte Linux-Bootloader überschrieben wird. Mit dem dd-Kommando läßt sich problemlos ein Backup des MBR machen und nachträglich auch wieder einspielen.

Sie könnten z.B. den MBR dort abspeichern, wo auch Ihre Kernel und Initrds liegen: im /boot-Verzeichnis. Dazu rufen Sie dd wie folgt auf:

dd if=/dev/hda of=/boot/mbr.bin bs=512 count=1

Bei SATA- oder SCSI-Festplatten müssen Sie hda i.d.R. durch sda ersetzen. Die Angaben bs=512 count=1 sorgen dafür, dass nur die ersten 512 Bytes kopiert werden. Wird der MBR jetzt bei einer Aktion überschrieben oder funktioniert nicht mehr, können Sie z.B. von einer Knoppix-CD booten, Ihr Boot-Verzeichnis mounten und dann mit

dd if=[verz]/boot/mbr.bin of=/dev/hda bs=512 count=1

zurückspielen, wobei Sie [verz] durch das Verzeichnis ersetzen müssen, in dem Sie die Boot- oder Root-Partition gemountet haben.
Dieses Vorgehen ist oft einfacher, als mit chroot in die Systemumgebung zu wechseln und dann den jeweiligen Bootloader sich neu im MBR installieren zu lassen. Man muss natürlich vorher eine Sicherung des MBR gemacht haben …

Gefunden bei Linux an der HHU

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