Vor 40 Jahren wurde Deutschlands erster Geldautomat von der Kreissparkasse Tübingen in Betrieb genommen. Der Abhebevorgang war damals natürlich alles andere als einfach: Wer eine der raren Auszahlungsberechtigungs-Lochkarten benutzen wollte, mußte den entsprechenden Termin vier Wochen im Voraus per Einschreiben beantragen. Unter notarieller Aufsicht und nach Eingabe einer (damals noch einstelligen) PIN durfte der Bankkunde dann den gewünschten Betrag durch Wahlscheibenzifferneingabe auswählen. Maximaler Auszahlungswert: 20 Mark. Zuvor mußte man jedoch an einer Folge „Der goldene Schuß“ teilnehmen und seinen Reisepaß an einen im Automaten sitzenden Postbeamten aushändigen. Offiziell galt die Transaktion erst als abgeschlossen, wenn das abgehobene Geld ausgegeben war, was akribisch in einem A6-Heftchen protokolliert wurde.

Via: Titanic

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